'Corporate Governance' und Qualifikationsstruktur im Hochschulbereich

Beschreibung

Die Studienangebote von Universitäten, Fachhochschulen und "Corporate Universities" werden in jüngster Zeit zunehmend mit der Angebotsseite eines Bildungsmarktes gleichgesetzt. Stellt man die Frage nach der Nachfrageseite, wird dann aber sogleich deutlich, dass ein solcher Markt in Deutschland nur bedingt existiert. In Ermangelung eines Preismechanismus zur Koordination der Interessen im Rahmen der Ausrichtung der Lehre stellt die Universität einen Ort der Interessenvertretung relevanter Gruppen (Stakeholder) dar. Je nach Zusammensetzung und Verfassung des Kontrollgremiums werden unterschiedliche Impulse für die Ausrichtung der Lehre und der Studienprogramme gegeben, die einer theoretischen und empirischen Analyse zugänglich gemacht werden.<p>
Im Rahmen einer positiven Analyse solen die einzelnen "Governance-Strukturen" im deutschen Bildungssektor auf Ebene der Universitäten analysiert und deren Auswirkungen auf die Lehrprogramme hin untersucht werdne. Zu prüfen ist ferner, ob ein zukünftig zu gestaltender Wettbewerb im Bildungssektor zu einer Produktvielfalt fürht, die auch auf längere Sicht sowohl den Interessen der Praxis als auchder Wissenschaft gerecht wird. In diesem Zusammenhang gilt es zu analysieren, was die Praxis als "relevante" Qualifikationsmerkmale betrachtet und inwiefern sich Unterschiede in den Anforderungen auf Unternehmscharakteristika (Branche, Größe, Internationalität, Region u.a.) zurückführen lassen.<p>
Das Projekt ist Teil der Forschergruppe "Heterogene Arbeit: Positive und normative Aspekte der Qualifikationsstruktur".

Teilnehmer
  • Fabel, Oliver - Projektleiter
Institutionen
  • FB Wirtschaftswissenschaften
Mittelgeber
NameKennzifferBeschreibungLaufzeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft544/02keine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: 01.03.2002 – 28.02.2005