Visuelle, fotografische Verdichtung von Transformationen in Kuba - eine fotografische Ethnografie zu Veränderungen im kubanischen Alltagsleben

Beschreibung

Mit dem Forschungsprojekt wird der empirisch gestützte Versuch einer Neuorientierung der "visuellen Soziologie" unternommen. Bislang werden in der visuellen Soziologie wie auch in der visuellen Ethnologie und Anthropologie der Fotoapparat oder auch die Filmkamera überwiegend als technische Hilfsmittel eingesetzt, die den allgemeinen Datenerhebungsprozess lediglich unterstützen. Die Analyse und Interpretation der visuellen Daten bleiben immer eng an Sprache gebunden, und in der abschließenden Darstellung der Untersuchungsergebnisse dominiert der Text (im Film der Textkommentar); das erstellte Bildmaterial verkommt zum Zwischenprodukt oder illustriert nur das im Text Gesagte. Auch in der "visuellen Soziologie" hat man sich bisher kaum mit dem Text/Bild bzw. Bild/Text-Verhältnis beschäftigt und das, obwohl in der gesamten soziologischen Feldforschung nicht nur sprachliche Daten, sondern auch visuelle Daten, nämlich Beobachtungsdaten, die allerdings fast immer allesamt in schriftlich fixierte Textprotokolle umgewandelt werden, für die soziologische Analyse und Interpretation eine bedeutende, aber wenig gewürdigte Rolle spielen. In dem Forschungsprojekt wird ein - gestützt auf grundlagentheoretische Überlegungen aus der Phänomenologie - methodisch und methodologisch neuer Ansatz verfolgt.

Institutionen
  • FB Geschichte,Soziologie,Sportw. u. emp. Bildungsf.
Mittelgeber
NameKennzifferBeschreibungLaufzeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft603/03keine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: 01.05.2001 – 15.01.2004