Demokratiemuster in den deutschen Bundesländern und ihre politischen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen Auswirkungen

Beschreibung

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stehen sowohl die Erfassung spezifischer Demokratiemuster in den deutschen Bundesländern als auch der Einfluss unterschiedlicher institutioneller Strukturen der gliedstaatlichen Demokratien auf ihr politisches, gesellschaftliches und sozioökonomisches Leistungsprofil seit 1949. Ausgehend von der Basishypothese, dass sich die politischen Systeme der deuschen Bundesländer voneinander sowohl hinsichtlich ihrer politisch-institutionellen Konfigurationen als auch ihrer Leistungsprofile unterscheiden, konzentriert sich unser Projekt auf die Bearbeitung folgender leitenden Fragestellung: Welche Demokratiemuster finden sich in den 16 deutschen Bundesländern und mit welchen politischen, gesellschaftlichen und sozioökomischen Konsequenzen sind diese verbunden? Die Bearbeitung der leitenden Fragestellung ist mit drei übergeordneten Zielsetzungen verbunden: <p>
(1) Identifikation bundesländerspezifischer Demokratiemuster. Eine erste Zielsetzung des Projektes ist die systematisch-vergleichend angelegte empirische Erfassung unterschiedlicher Muster von Demokratien in den 16 Bundesländern. Diesem Bestreben liegt der Antrieb zugrunde, die Analyse- und Forschungstechniken der international vergleichenden Untersuchungen von Arend Lijphart (1984, 1999) auf die deutschen Bundesländer zu adaptieren. Neben der Identifikation von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen den Bundesländern (synchrone Perspektive) werden insbesondere für die westlichen Bundesländer seit den 1950er Jahren auch Aufschlüsse über die Entwicklung bzw. den Wandel von Demokratiemustern über die Zeit (diachrone Perspektive) erwartet.<p>
(2) Empirische Begutachtung von Leistungsprofilen der Bundesländerdemokratien. Eine zweite Zielsetzung ist die Bewertung von Leistungsprofilen demokratisch-pluralistischer Gemeinwesen auf Länderebene. Bilanziert werden sollen neben der staatlichen Tätigkeit auf ausgewählten Politikfeldern, auch Kriterien der ökonomischen Performanz, der Lebensqualität und des zivilgesellschaftlichen Engagements.<p>
(3) Zusammenführung und systematische Erweiterung bisheriger Forschung auf Länderebene. Zum einen sollen die bisherigen Analysen und Befunde zu politisch-institutionellen Konfigurationen des Wahl- und Parteiensystems, des Regierungssystems, der subnational staatlichen und administrativen Architektur zusammengeführt und systematisch ergänzt werden. Zum anderen gilt es, die Erkenntnisse einzelner Studien zu den politischen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen Leistungsprofilen in eine bislang fehlende systematisch vergleichende und quantitativ ausgerichtete Untersuchungsanordnung einfließen zu lassen.

Institutionen
  • FB Politik- und Verwaltungswissenschaft
Mittelgeber
NameKennzifferBeschreibungLaufzeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft619/05keine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: 01.01.2006 – 31.12.2008