Reduzierung schulischer Langeweile und MCII (Mental Contrasting und Implementation Intentions)

Beschreibung

Langeweile ist eine wichtige Emotion im Lern- und Leistungskontext und eine der am häufigsten erlebten Emotionen in der Schule. Im Schulkontext wird Langeweile als negativ empfunden und wirkt sich sowohl auf Aufmerksamkeitsprozesse, Anstrengungsbereitschaft in Leistungssituationen, motivationale Variablen und den Einsatz von elaborierteren Lernstrategien sowie auf Leistungsergebnisse nachteilig aus. Das Projekt «Reduzierung schulischer Langeweile durch MCII (Mental Contrasting und Implementation Intentions)» hat zum Ziel, Langeweile-Erleben von Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht erstmalig mittels einer Intervention zu verringern. Dies erfolgte mit Hilfe einer im Schulkontext bereits als wirksam nachgewiesenen metakognitiven Selbstregulationsstrategie (MCII), welche Involviertheit im Unterricht (z.B. in Form einer aktiveren Teilnahme) fördert. Bei dieser Strategie wird eine gewünschte Zukunft mental mit potenziellen Hindernissen kontrastiert und anschließend werden «Wenn-Dann-Pläne» entwickelt, welche spezifizieren, wann und wo diese Hindernisse überwunden werden sollen. Die Datenerhebung der Interventionsstudie erfolgte in der Klassenstufe 7 (N = 180) und die vielversprechenden Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduzierung der Unterrichtsstörungen (als eine Kernfacette von Involviertheit). Auf die Emotion der Langeweile ließen sich zunächst – vermutlich auch aufgrund der geringen Stichprobengröße – keine Effekte nachweisen. Die Ergebnisse der Studie mündeten in einen DFG-Antrag, im Rahmen dessen die Intervention optimiert und der Stichprobenumfang erweitert wird.

Institutionen
  • Empirische Bildungsforschung
Mittelgeber
NameKennzifferBeschreibungLaufzeit
Ausschuss für ForschungsfragenAFFkeine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: 01.01.2016 – 31.12.2016