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Eschatologie im Umkreis Joachims von Fiore

Beschreibung

Es geht bei dem Projekt um nichts geringeres als die Anfänge der noch in unserer Zeit wirksamen Vorstellungen von Geschichtszeit als eines vorwärts gerichteten Prozesses, im Unterschied zu zyklischem Denken oder auch zu einer eher statischen Vorstellung von Geschichte, die zwischen den Eckpunkten Christi Kreuzigung und Christi Wiederkunft (mit Jüngstem Gericht und Ende der Welt) gleichsam vor sich her geschieht und eine wie auch immer geartete Entwicklung nicht kennt. Diese, am eindrucksvollsten von Augustin formulierte statische Geschichtsauffassung erfuhr in der Zeit um 1200 eine tiefgreifende Veränderung, als deren Hauptexponenten man seit langem den Kalabreserabt Joachim von Fiore erkannt hat. Joachim ist aber keineswegs isoliert zu sehen, ja man kann sagen, daß seine überwältigende Rezeption nur vor dem Hintergrund zahlreicher gleichgerichteter Bestrebungen und Denkansätze zu verstehen ist. Dieses gesamte Umfeld der eschatologisch getönten Geschichtsspekulationen aufzuhellen, ist Thema des hier in Frage stehenden Gesamtprojekts.

Institutionen
  • FB Geschichte und Soziologie
Mittelgeber
Name Kennziffer Beschreibung Laufzeit
Ausschuss für Forschungsfragen16/95keine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: seit 01.01.1995