Intra- und Interhemisphärische kortikale Reorganisation bei CI-Therapie

Beschreibung

Im vergangenen Förderzeitraum wurde untersucht, welches Ausmaß an Training bzw. sonsorischer Stimulation und Reizverarbeitung notwendig ist, um kortikale Reorganisation und damit verbundene Wahrnehmungsveränderungen dauerhaft zu induzieren. Am Beispiel des Musikerkrampfes konnte belegt werden, dass sensomotorisches Training sowohl mit einer stabilen Symptomverbesserung als auch mit einer Normalisierung der sensorischen und motorischen Handrepräsentation einhergeht. Anhand dieses Modells lassen sich inter- und intrahemisphärische Reorganisationsprozesse studieren, da in diesem Kontext die notwendige Ausdauer und Motivation gewährleistet werden kann.


Im kommenden Förderzeitraum soll dieser Ansatz intensiviert und als Modell übungsinduzierter Reorganisation studiert werden. Als weiteres Modell läsionsinduzierter Plastizität dient vergleichend Hemiplegie nach Schlaganfall,d ie parallel zu Aphasie in Projekt E der Forschergruppe studiert wird. Zu diesem Zweck werden bei den Patientengruppen vor und nach der Behandlung jeweils von beiden Hemisphären erfasst (a)Somatotopie mittels MSI ("magnetic source imaging"), (b) motorische Organisation über funktionelle Magnetresonanztomographie, (c) kortikale Dysfunktion über "abnormal slow wave mapping". Wir erwarten enie Normalisierung funktioneller Organisation bei den Formen der fokalen Dystonie der Hand; bei Hemiplegie hingegen eine Reorganisation, die zwar die periläsionalen Zonen verstärkt einbezieht, aber auch homologe Areale der kontraläsionalen Hemisphäre mit in die sensomotorischen Funktionskreise integrieren kann.

Institutionen
  • FB Psychologie
Mittelgeber
NameKennzifferBeschreibungLaufzeit
Deutsche Forschungsgemeinschaft629/02keine Angabe
Weitere Informationen
Laufzeit: 01.07.2002 – 30.06.2005