Sprachverstehen und variable Wortstellung: Syntaktische und außersyntaktische Faktoren bei der Verarbeitung deutscher Sätze

Description

Das Projekt beschäftigt sich mit einem zentralen Teilgebiet menschlicher Kognition: der Sprachverarbeitung. Übergreifendes Ziel ist die Entwicklung eines theoretisch fundierten und empirisch validen Modells des Sprachverstehens. Dieses Modell soll schwerpunktmäßig Antwort auf die zwei folgenden Fragen liefern: (i) welchen Beitrag leisten die unterschiedlichen Komponenten sprachlichen Wissens (z.B. Syntax, Morphologie, Phonologie) beim Sprachverstehen und wie ist die Verfügbarkeit dieser Beiträge zeitlich geordnet ? (ii) welche kognitive Architektur ist am besten geeignet, die Beiträge der einzelnen Wissenskomponenten zu modellieren ? Kernstück des Projekts bilden experimentelle Untersuchungen zur Verarbeitung des Deutschen, in denen wesentliche syntaktische Eigenschaften des Deutschen, die variable Wortstellung im Satz und die morphologische Information über Kasus, ausgenutzt werden sollen. Diese Experimente legen die empirische Grundlage für die Beantwortung obiger Fragen. Der Komplexität des Gegenstandes Sprachverarbeitung entsprechend ist das Projekt interdisziplinär angelegt. Der Schwerpunkt des Projekts liegt im Bereich der theoretischen Linguistik. Im Sinne der interdisziplinären Ausrichtung der Kognitionswissenschaften kommt aber der Zusammenarbeit mit relevanten Nachbardisziplinen (Physiologie, Neurologie, Psychologie) auf experimentell-methodischem wie auch theoretischem Gebiet eine zentrale Rolle zu.This project deals with language processing as a central part of human cognition. The longterm goal is the development of a theoretically sound and empirically valid model of language comprehension. This model should be able to answer the following two questions:(i) What is contributed to language comprehension by individual components of linguistic knowledge (Syntax, Semantics, Morphology, Phonology), and how are these constributions temporally ordered? (ii) Which cognitive architecture is most suitable for modelling these contributions. pAt the heart of the project are experimental investigations into the processing of German sentences in which free word order and the morphology of Case play a central role. These experiments will provide the empirical basis for an answer to the questions in (i) and (ii). Given the complex nature of language processing, the project has an interdisciplinary orientation. Although its core domain is theoretical linguistics, its experimental part requires collaboration with the neighbouring fields cognitive psychology and cognitive neuroscience.

Institutions
  • AG Bayer (Allgemeine und Germanistische Sprachwissenschaft)
Funding sources
Name Finanzierungstyp Kategorie Project no.
Deutsche Forschungsgemeinschaft third-party funds research funding program 563/02
Further information
Period: 01.12.1997 – 31.08.2005